Weinhandlungen nehmen Lebensmittel und alkoholfreie Getränke auf, wenn sie zum Wein passen, sich für Präsente eignen oder Gäste ansprechen, die keinen Alkohol trinken. Entschieden wird vom Inhaber, eingekauft meist direkt beim Hersteller oder über Feinkostvertreter. Du gewinnst sie mit klaren Kombinationen und Produkten für Weinproben und Präsentkörbe.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
So tickt ein Weinhandlung
Kleine Fachgeschäfte mit Beratung, oft mit Probierraum, regelmäßigen Weinproben und Firmenkundengeschäft. Einige betreiben auch einen Onlineshop.
Wein, Sekt, Spirituosen und Zubehör, ergänzt um Feinkost wie Öle, Essige, Chutneys, Schokolade, Salami und Gebäck sowie hochwertige alkoholfreie Getränke.
Wein direkt beim Weingut oder Importeur, Feinkost direkt beim Hersteller, über Feinkostvertreter oder auf Fachmessen. Präsente werden vor Weihnachten in größeren Mengen geplant.
Der Inhaber oder die Inhaberin, oft selbst Sommelier oder Weinfachmann. Entscheidungen fallen nach Verkostung, ähnlich wie beim Wein.
Was Weinhandlungen bei neuen Marken suchen
- Produkte, die geschmacklich zu Wein passen und sich bei Proben einsetzen lassen
- Alkoholfreie Alternativen mit Anspruch für Fahrer, Schwangere und Gäste ohne Alkohol
- Präsentfähige Verpackung für Firmengeschenke und Körbe
- Gute Haltbarkeit ohne Kühlung
- Einen Hersteller, dessen Qualität zum Weinsortiment passt
So gewinnst du Weinhandlungen als Händler
- Pairings vorschlagenSag konkret, zu welchen Weinen dein Produkt passt: das Chutney zum kräftigen Rotwein, die dunkle Schokolade zum Portwein, die Salami zum Grauburgunder. Weinhändler denken in Kombinationen.
- Für die Weinprobe liefernWeinproben brauchen Begleiter. Biete Gastronomiegebinde oder Probierpackungen für Veranstaltungen an. Wer bei der Probe dein Produkt isst, kauft es danach im Laden.
- Alkoholfreies ernst nehmenViele Weinhandlungen suchen alkoholfreie Getränke, die bei Tisch neben Wein bestehen. Zeig, wie dein Getränk eingeschenkt und kombiniert wird, statt es als Limonade zu präsentieren.
- Firmenpräsente mitdenkenWeinhandlungen beliefern oft Firmenkunden zu Weihnachten. Biete Staffelpreise für größere Präsentmengen an und kläre Lieferzeiten früh.
Typische Fehler von Herstellern
- Produkte anbieten, die geschmacklich gegen den Wein arbeiten, etwa sehr süße oder scharf gewürzte Snacks ohne Bezug
- Das Weihnachtsgeschäft verschlafen, obwohl dort ein großer Teil der Präsente verkauft wird
- Alkoholfreie Getränke ohne Erklärung anbieten, sodass der Weinhändler nicht weiß, wie er sie verkaufen soll
Warum führen Weinhandlungen Lebensmittel?
Weinhandlungen verkaufen Genussmomente. Wer eine gute Flasche kauft, sucht oft etwas dazu: Käsecracker, ein Chutney, eine Salami oder Schokolade. Dazu kommt das Präsentgeschäft. Ein Korb mit Wein, Öl und Feinkost verkauft sich besser als eine einzelne Flasche, und die Weinhandlung verdient an jedem Teil.
Ein zweiter Grund ist die Kundschaft ohne Alkohol. Gäste, die nicht trinken, sollen beim Essen nicht zu Wasser greifen müssen. Hochwertige alkoholfreie Getränke, die mit Säure, Bitterkeit oder Kräutern arbeiten, finden deshalb in vielen Weinhandlungen Platz.
Wie kaufen Weinhandlungen ein?
Wein beziehen sie direkt bei Weingütern oder Importeuren, oft mit langjährigen Beziehungen. Feinkost läuft anders: über Vertreter mit Feinkostsortiment, über Fachmessen oder direkt beim Hersteller. Weil das Ergänzungssortiment klein ist, suchen Weinhändler gezielt nach Produkten, die eine bestimmte Rolle erfüllen.
| Rolle im Sortiment | Beispielprodukte |
|---|---|
| Begleiter bei der Weinprobe | Cracker, Grissini, Salami, Käsebegleiter |
| Füller für Präsentkörbe | Öl, Essig, Schokolade, Gewürzmischungen |
| Alternative ohne Alkohol | Alkoholfreie Aperitifs, Schorlen, Traubensäfte |
| Mitnahme an der Kasse | Kleine Schokoladen, Nüsse, Gebäck |
Welche Mengen sind realistisch?
Unter dem Jahr sind die Mengen klein, ein Karton pro Sorte reicht oft für Wochen. Vor Weihnachten ändert sich das, weil Firmenpräsente gepackt werden. Beispielrechnung, angenommene Werte: Eine Weinhandlung bestellt unter dem Jahr alle zwei Monate 12 Gläser deines Chutneys. Für das Firmenkundengeschäft im Dezember kommen einmalig 60 Gläser dazu. Damit macht der Dezember fast die Hälfte des Jahresvolumens dieses Kunden aus.
Frag, wann die nächste Weinprobe stattfindet, und biete an, dein Produkt kostenlos für die Gäste bereitzustellen. Das kostet dich ein paar Gläser und bringt dein Produkt vor eine Gruppe, die gerade in Kauflaune ist. Mehr dazu im Ratgeber Verkostung im Handel.
Wie sprichst du Weinhändler an?
Weinhändler sind Geschmacksmenschen und haben wenig Zeit für allgemeine Anfragen. Eine Nachricht, die erklärt, zu welchem Wein dein Produkt passt und wie es in einem Präsent aussieht, kommt besser an als ein Katalog. Wenn du gezielt Weinhandlungen mit Feinkostecke gewinnen willst, kann LeadB2B Kampagnen in deinem Namen schalten, die genau diese Läden ansprechen und Anfragen vorab prüfen. Für die Konditionen hilft der Ratgeber Händlerkonditionen.