Der Aufschlag ist der Betrag, den ein Händler auf seinen Einkaufspreis rechnet, um zu seinem Verkaufspreis zu kommen, ausgedrückt in Prozent des Einkaufspreises. Formel: Aufschlag in % = (Verkaufspreis netto − Einkaufspreis netto) ÷ Einkaufspreis netto × 100.
Viele Inhaber kleiner Läden kalkulieren nicht mit der Spanne, sondern mit einem festen Aufschlag. Sie nehmen deinen Händlerpreis, multiplizieren ihn mit einem Faktor und runden auf einen glatten Regalpreis. Wenn du diese Denkweise kennst, kannst du deine Preise so setzen, dass am Ende ein attraktiver Endpreis herauskommt.
Wie hängen Aufschlag und Handelsspanne zusammen?
Beide beschreiben denselben Rohertrag, nur mit anderer Basis. Du kannst sie ineinander umrechnen:
- Aufschlag in % = Spanne in % ÷ (100 − Spanne in %) × 100
- Spanne in % = Aufschlag in % ÷ (100 + Aufschlag in %) × 100
- Kalkulationsfaktor = 1 + Aufschlag in % ÷ 100
Ein Aufschlag von 100 Prozent entspricht also einer Handelsspanne von 50 Prozent. Ein Aufschlag von 50 Prozent entspricht rund 33 Prozent Spanne.
Warum ist das für deine Preisliste wichtig?
Händler rechnen den Aufschlag meist auf den Nettopreis und schlagen danach die Mehrwertsteuer drauf. Liegt dein Händlerpreis ungünstig, landet das Produkt bei einem krummen oder zu hohen Endpreis, etwa 5,37 Euro statt 4,99 Euro. Rechne deshalb vor dem Erstellen deiner Preisliste rückwärts: Welcher Regalpreis passt zur Kategorie, und welcher Händlerpreis ergibt sich daraus mit dem üblichen Aufschlag des Ladentyps? Mehr dazu im Ratgeber Händlerpreis kalkulieren.
Was ist ein Beispiel für Aufschlag (Kalkulationsaufschlag)?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Café nimmt deine Bio-Limonade für 1,20 Euro netto pro Flasche und rechnet mit Faktor 2,5, also 150 Prozent Aufschlag. Netto ergibt das 3,00 Euro, mit 19 Prozent Mehrwertsteuer 3,57 Euro. Das Café müsste auf 3,50 Euro abrunden und verliert Marge. Senkst du den Händlerpreis auf 1,18 Euro, landet die Rechnung bei 3,51 Euro, und der Wirt kann sauber 3,50 Euro auf die Karte schreiben.