Ein Staffelpreis ist ein Stückpreis, der mit steigender Bestellmenge sinkt. Statt eines Rabatts auf die ganze Rechnung gilt je Mengenstufe ein eigener Preis pro Einheit.
Staffelpreise belohnen größere Bestellungen direkt im Stückpreis. Für den Händler sind sie leicht zu verstehen: Er sieht sofort, was eine Flasche bei sechs, bei 24 oder bei 60 Stück kostet. Für dich senken größere Aufträge die Kosten pro Stück für Packen und Versand, und einen Teil davon kannst du an den Händler weitergeben.
Was ist der Unterschied zwischen Staffelpreis und Rabattstaffel?
Beim Staffelpreis steht der fertige Stückpreis je Stufe in der Preisliste. Bei der Rabattstaffel gibt es einen Grundpreis und darauf einen Prozentsatz, der mit dem Auftragswert steigt. Das Ergebnis kann gleich sein, die Darstellung nicht. Staffelpreise eignen sich gut für einzelne Artikel, Rabattstaffeln eher für den Gesamtauftrag über mehrere Sorten.
Worauf solltest du achten?
- Wenige Stufen: Zwei oder drei reichen meist, mehr verwirren.
- Stufen an Verpackungseinheiten ausrichten, etwa 1, 4 und 10 Kartons.
- Die niedrigste Stufe muss für kleine Läden erreichbar und trotzdem für dich profitabel sein.
- Den Abstand so wählen, dass sich der Sprung lohnt, aber nicht zu Überbeständen im Laden führt.
Zu große Sprünge verleiten Händler, mehr zu bestellen, als sie verkaufen. Dann steht Ware mit näherrückendem MHD im Lager, und die Nachbestellung verzögert sich. Wie Staffeln in eine saubere Preisliste passen, zeigt der Ratgeber Preisliste für Händler.
Was ist ein Beispiel für Staffelpreis?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Eine Ölmühle bietet ihr kaltgepresstes Rapsöl in drei Stufen an. Ab 1 Karton mit 6 Flaschen kostet die Flasche 4,20 Euro netto, ab 4 Kartons 3,95 Euro, ab 10 Kartons 3,75 Euro. Ein Hofladen bleibt bei einem Karton, ein Lebensmittelhändler mit drei Filialen bündelt seine Bestellung und erreicht die mittlere Stufe. Beide verstehen die Preise ohne Rückfrage.