Weinhandlungen nehmen Öl und Essig auf, wenn die Produkte die Weinkompetenz des Hauses unterstreichen, etwa Weinessige aus bestimmten Rebsorten oder Öle aus Weinregionen. Du gewinnst sie über die Geschichte zur Herkunft, hochwertige Flaschen und fertige Kombinationen für Präsentkisten.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Warum Weinhandlungen zu Öle und Essig passen
Weinhändler verkaufen Genuss mit Herkunft, und genau das sind gute Essige und Öle auch. Ein Riesling-Essig, ein Rotweinessig aus dem Holzfass oder ein Traubenkernöl passen thematisch zum Weinregal und lassen sich mit derselben Sprache verkaufen: Lage, Reifung, Aromen. Der zweite Grund ist das Präsentgeschäft. Firmen und Privatkunden bestellen dort Kisten, und eine Flasche Essig oder Öl neben dem Wein macht das Präsent runder, ohne den Preis stark zu treiben.
Sortiment, Menge, Präsentation
- Wähle Sorten mit Weinbezug: Weinessige nach Rebsorte, Balsam-Essige, Traubenkernöl, dazu ein hochwertiges Olivenöl aus einer Weinregion.
- Setze auf Flaschen, die neben einem Wein bestehen: schlanke Form, gutes Etikett, Korken oder hochwertiger Verschluss.
- Biete 2er- und 3er-Kombinationen für Präsentkisten an, die der Händler mit eigenen Weinen ergänzt.
- Liefere Verkostungstexte im Stil einer Weinbeschreibung: Herkunft, Reifung, Aromen, Empfehlung zum Essen.
So sprichst du Weinhandlungen an
Sprich den Weinhändler als Fachmann an. Er will wissen, woher die Trauben kommen und wie lange der Essig reift. Ein Musterpaket mit zwei Weinessigen und einem Öl, dazu ein kurzer Hinweis, zu welchen Weinen im Sortiment sie passen, wirkt stärker als jede Preisliste. Erwähne das Präsentgeschäft im Herbst früh, denn viele Weinhandlungen stellen ihre Kisten schon im September zusammen.
Typische Einwände und deine Antwort
Darum nur wenige Sorten mit klarem Weinbezug. Ein kleines Regalfach mit Weinessigen wirkt wie eine Verlängerung des Weinsortiments, nicht wie ein Fremdkörper.
Allein im Regal vielleicht. In Präsentkisten und bei Weinproben, wo der Essig zu Brot und Käse gereicht wird, sieht es anders aus.
Der Bonwert steigt aber, ohne dass zusätzliche Beratung nötig ist. Rechne pro Präsentkiste und nicht pro Flasche.
Beispiel aus der Praxis
Praxisbeispiel, angenommene Werte: Eine Weinhandlung packt im Weihnachtsgeschäft 80 Firmenpräsente. In jedes Präsent kommt neben zwei Weinen ein Weinessig mit Einkaufspreis 6 Euro. Das ergibt eine Bestellung über 80 Flaschen in einem einzigen Auftrag, plus Nachkäufe von Kunden, denen der Essig geschmeckt hat.