Das HQL-Framework ist die Methode von LeadB2B, mit der Hersteller planbar neue B2B-Händler gewinnen. Es hat drei Schritte: Sichtbar (die passenden Händler gezielt erreichen), Qualifiziert (jede Anfrage prüfen, Unpassendes aussortieren) und Bestellt (Anfragen in der eigenen Kundenplattform bis zur Bestellung begleiten).
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Was bedeutet HQL?
HQL steht für heiße, qualifizierte Leads. Gemeint sind Anfragen von Händlern, die schon zu deinem Produkt passen und kaufen wollen, bevor sie jemals mit dir gesprochen haben. Der Unterschied zu einer gekauften Adressliste oder kalten Anrufen: Der Händler meldet sich selbst, und jede Anfrage wurde vorher geprüft.
Schritt 1: Sichtbar bei den richtigen Händlern
Am Anfang steht die Partner-Analyse. Wir legen fest, welche Händler wirklich zu deinem Produkt passen: welche Ladentypen, welche Größe, welcher Bedarf und welche Kaufkraft. Für eine Saucen-Manufaktur sind das andere Läden als für einen Saftproduzenten. Danach laufen gezielte Kampagnen, die genau diese Händler erreichen, in deinem Namen und in deinem Look.
- Passende Ladentypen, etwa Hofläden, Cafés, Feinkostläden, Getränkemärkte oder Geschenkeläden
- Ansprache mit deinem Logo, deinen Farben und deiner Sprache
- Seriös und auf Händler ausgelegt, nicht auf Masse
Schritt 2: Qualifiziert statt kalter Ansprache
Händler werden täglich angerufen und angeschrieben. Kalte Ansprache landet deshalb meist im Papierkorb. Im HQL-Framework entsteht zuerst Vertrauen über die Kampagnen. Wer anfragt, durchläuft eine kurze Prüfung: Was für ein Laden ist das? Passt das Sortiment? Wann soll es losgehen? Ein Onlineshop ohne Ladenfläche fällt zum Beispiel raus, wenn du stationäre Händler suchst. Mehr dazu im Ratgeber Händleranfragen qualifizieren.
Schritt 3: Bestellt, in deiner eigenen Kundenplattform
Geprüfte Anfragen landen in deiner eigenen Kundenplattform. Du bekommst sofort eine Meldung, sobald eine neue Anfrage die Qualifizierung geschafft hat. Jede Anfrage wird mit individuellem Angebot bis zur Bestellung begleitet. Danach geht es weiter: Die Plattform dokumentiert sauber, kümmert sich um die Kundenpflege und erinnert an fällige Nachbestellungen.
Ein Händler bestellt nicht einmal, sondern immer wieder. Wie viel ein einzelner Händler über die Jahre wert ist, rechnest du mit dem Händler-Kundenwert-Rechner aus.
Was das HQL-Framework von Messe, Vertreter und Agentur unterscheidet
| Weg | Typisches Problem | Im HQL-Framework |
|---|---|---|
| Messe | Fünfstellig zahlen und hoffen, dass die Richtigen vorbeikommen | Planbare Anfragen, mehr, wenn du am Budget drehst |
| Handelsvertreter | Provision auf jede Bestellung, Fokus auf viele Marken | Fokus auf dein langfristiges Wachstum |
| Vertriebsagentur | Verkauft Anrufe statt Ergebnisse | Geprüfte Anfragen von Händlern, die selbst anfragen |
| Werbung ohne System | Klicks, aber keine Gespräche mit Händlern | Komplette Strecke von der Händlersuche bis zum Angebot |
Ausführliche Gegenüberstellungen findest du in den Vergleichen Messe oder HQL, Handelsvertreter oder HQL und Agentur oder HQL.
Für wen das HQL-Framework gemacht ist
Für Hersteller, die Konsumgüter zum Nachkaufen selbst herstellen und von Händlern weiterverkaufen lassen: alkoholfreie Getränke, Kaffee, Feinkost, Saucen, Speiseeis, Tiernahrung oder Geschenkartikel. Kleine Manufakturen sind ausdrücklich dabei.
Belege aus der Praxis
- EZ Originalz: 70+ Anfragen in der ersten Woche, 6 Abschlüsse in Woche 1.
- Jackle & Heidi: 26 Neukunden in 2 Monaten, die erste Anfrage kam nach weniger als 48 Stunden.