Neue Händler für Speiseeis gewinnen. Mit Kühlkette und Saisonplan.

Eis ist eines der emotionalsten Produkte im Lebensmittelhandel und gleichzeitig eines der anspruchsvollsten. Es muss durchgehend tiefgekühlt bleiben, braucht eigene Truhen und hat eine kurze Hauptsaison. Wer als Eismanufaktur trotzdem planbar neue Händler gewinnen will, muss diese Hürden vor dem ersten Gespräch lösen. Dass das funktioniert, zeigt das Beispiel einer Manufaktur aus Mecklenburg-Vorpommern weiter unten.

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Kurz gesagt

Eismanufakturen gewinnen neue Händler über Cafés, Hofläden, Restaurants, Hotels und selbstständige Lebensmittelhändler, die regionales Eis anbieten wollen. Entscheidend sind eine lückenlose Kühlkette bei mindestens minus 18 Grad, freie Fläche in der Tiefkühltruhe und Gebinde, die zum Händler passen: Becher für den Verkauf, Großgebinde für die Gastronomie.

Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026

Welche Produkte gemeint sind

Was Händler bei Speiseeis prüfen

  • Kühlkette: Wird das Eis durchgehend bei mindestens minus 18 Grad transportiert und gelagert?
  • Truhenplatz: Hat der Händler eine freie Tiefkühltruhe, oder ist sie an eine große Eismarke gebunden?
  • Gebinde: Becher für den Verkauf im Laden, Großgebinde zum Portionieren in Café und Restaurant.
  • Lieferung: Kommst du mit eigenem Tiefkühlfahrzeug, über einen Tiefkühllogistiker oder per Spezialversand?
  • Sortenwahl und Rotation, damit die Truhe abwechslungsreich bleibt und langsame Sorten nicht liegen bleiben.

Womit du Händler überzeugst

Regionales Eis als Aushängeschild

Ein Eis aus der eigenen Region mit echten Früchten hebt Cafés und Hofläden von Läden ab, die nur Industrieeis führen. Kunden kommen gezielt dafür.

Spontankauf an warmen Tagen

Eis wird an warmen Tagen spontan gekauft, oft gleich mehrfach für die ganze Familie. Für Hofläden und Cafés kann es in der Saison zu einem der wichtigsten Produkte werden.

Dessert ohne Küchenaufwand

Restaurants und Hotels brauchen Desserts, die ohne Aufwand in der Küche funktionieren. Ein gutes Eis aus der Region ist schnell portioniert und lässt sich auf der Karte gut beschreiben.

Ein Grund für den Ausflug

Familien und Ausflügler verbinden Eis mit dem Besuch im Hofladen oder Café. Das macht es zu einem Grund, überhaupt hinzufahren, und der Händler verkauft nebenbei mehr.

Typische Hürden und wie du sie löst

Die Truhe gehört der großen Marke

Viele Truhen in Cafés und Kiosken wurden von großen Eisherstellern gestellt und dürfen nur deren Eis enthalten. Frag im ersten Gespräch danach und biete im Zweifel eine eigene kleine Truhe an.

Tiefkühllogistik ist teuer

Eis kann nicht einfach per Paket verschickt werden. Plane Touren mit mehreren Händlern in einer Region oder arbeite mit einem Tiefkühllogistiker. Ein Mindestbestellwert sorgt dafür, dass sich jede Lieferung lohnt.

Kurze Hauptsaison

Der Großteil des Eisgeschäfts liegt in wenigen Monaten. Wer erst im Juni Händler sucht, kommt zu spät. Die Gespräche müssen im Winter und frühen Frühjahr stattfinden.

Saison und Timing

Die Eissaison läuft etwa von März bis September, mit dem stärksten Absatz in den Sommerferien. Händler entscheiden über ihre Truhenbelegung im Winter und frühen Frühjahr, also zwischen Januar und März. Im Herbst und Winter bleiben Restaurants und Hotels mit Desserts und Eistorten wichtige Abnehmer, und Cafés bieten zu Weihnachten gern Eistorten oder Bratapfeleis an.

Welche Händler verkaufen Eis von kleinen Manufakturen?

Eis braucht Händler mit Tiefkühlfläche und Kunden, die für Qualität etwas mehr bezahlen. Fünf Typen passen besonders gut:

Wie löst du die Kühlkette bei der Belieferung?

Das ist die wichtigste Frage für jede Eismanufaktur. Eis muss vom Herstellen bis zum Kunden durchgehend tiefgekühlt bleiben. Für dich heißt das: eigenes Tiefkühlfahrzeug, Zusammenarbeit mit einem Tiefkühllogistiker oder Touren, auf denen mehrere Händler in einer Region beliefert werden. Je dichter dein Händlernetz in einer Region ist, desto günstiger wird jede einzelne Lieferung.

Leg deshalb einen Mindestbestellwert fest, der die Lieferkosten deckt, und plane feste Liefertage pro Region. Händler schätzen planbare Termine mehr als spontane Lieferungen. Mehr dazu im Ratgeber Versandkosten und Lieferbedingungen.

Die Truhenfrage zuerst klären

Frag gleich im ersten Kontakt, ob der Händler eine eigene Truhe hat oder ob sie von einer großen Eismarke gestellt wurde. So weißt du sofort, ob du über eine eigene Truhe sprechen musst, und verlierst keine Zeit mit Gesprächen, die an der Fläche scheitern.

Praxisbeispiel: Wie hat Jackle & Heidi neue Händler gewonnen?

Jackle & Heidi stellt natürliches Eis in Mecklenburg-Vorpommern her. Mit gezielten Kampagnen sprach die Manufaktur neue Händler an. Die erste Händleranfrage kam nach weniger als 48 Stunden. In zwei Monaten kamen 26 Neukunden dazu, und die Investition fürs erste Jahr kam allein über die Erstbestellungen dieser Neukunden zurück. Die ganze Geschichte steht unter Jackle & Heidi.

Das Beispiel zeigt, warum der Zeitpunkt bei Eis so wichtig ist: Wer vor der Saison viele Händler auf einmal gewinnt, kann Touren bündeln und die Kühlkette wirtschaftlich betreiben.

Wie geht LeadB2B bei Eismanufakturen vor?

LeadB2B spricht Cafés, Hofläden und Gastronomen in deinem Liefergebiet an und prüft jede Anfrage auf Truhenplatz, Ladentyp und Startzeitpunkt. So landen nur Händler bei dir, die zur Saison wirklich starten können, und deine Touren füllen sich Region für Region.

FAQ

Fragen zu Speiseeis. Kurz beantwortet.

Bei welcher Temperatur muss Eis gelagert werden?

Bei mindestens minus 18 Grad, durchgehend vom Herstellen bis zum Verkauf. Schon kurzes Antauen verändert die Konsistenz und kann das Eis unverkäuflich machen.

Kann ich Eis per Paket verschicken?

Nur mit speziellen Kühlverpackungen und Trockeneis, was teuer und aufwendig ist. Für regelmäßige Händlerlieferungen sind Tiefkühltouren oder ein Tiefkühllogistiker meist sinnvoller.

Wann sollte ich Händler für die Eissaison ansprechen?

Zwischen Januar und März. Dann entscheiden Cafés und Hofläden über ihre Truhenbelegung für den Sommer.

Was mache ich, wenn die Truhe des Händlers an eine große Marke gebunden ist?

Biete eine eigene kleine Truhe an oder kläre, ob ein Teil der Fläche frei genutzt werden darf. In Cafés mit eigener Eistheke lohnt sich der Start mit Großgebinden, die in der Theke statt in der Markentruhe stehen.

Welche Gebinde brauchen Restaurants?

Meist Großgebinde mit 2,5 oder 5 Litern, aus denen sie portionieren. Mehr unter Eis für Restaurants.

Hol dir die Händler, bevor es dein Wettbewerber tut.

Die Zahl passender Handelspartner in deiner Branche ist begrenzt. Im Potenzialgespräch zeigen wir dir, wie viele davon für dein Produkt erreichbar sind.

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