Saisonware sind Produkte, die vor allem in einem bestimmten Zeitraum verkauft werden, etwa Lebkuchen zu Weihnachten, Grillsaucen im Sommer oder Eis in der warmen Jahreszeit. Sie verlangt frühe Planung, weil Bestellung und Verkauf zeitlich weit auseinanderliegen.
Bei Saisonware entscheidet das Timing. Händler planen ihr Weihnachtssortiment oft schon im Sommer. Wer erst im November anruft, findet volle Regale. Gleichzeitig ist das Risiko für den Händler höher: Was nach der Saison übrig bleibt, verkauft sich nur noch mit Rabatt.
Wie planst du Saisonware im Händlervertrieb?
- Rückwärts planenAb wann steht die Ware im Laden? Wann muss bestellt werden, wann produzierst du?
- Früh ansprechenHändler mehrere Monate vor der Saison kontaktieren, mit Mustern und klarer Bestellfrist.
- Risiko teilenMit Valuta, kleineren Erstmengen oder Nachlieferoptionen nimmst du dem Händler die Sorge vor Überbeständen.
- Nachsaison klärenVorher festlegen, was mit Restware passiert, besonders bei kurzem MHD.
Kann Saisonware ein Türöffner sein?
Ja. Ein Geschenkeladen, der dich wegen deiner Weihnachtspralinen aufnimmt, probiert im Frühjahr vielleicht auch dein Ganzjahressortiment. Nutze die Saison, um eine Beziehung zu starten, die länger hält. Wie ein verschobenes Zahlungsziel dabei hilft, zeigt der Eintrag Valuta. Die Planung im Detail beschreibt der Ratgeber Weihnachtsgeschäft planen.
Was ist ein Beispiel für Saisonware?
Angenommen, eine Eismanufaktur verkauft in Hofläden und Cafés vor allem von April bis September. Sie spricht neue Händler deshalb im Februar an, mit dem Angebot, die Truhe zum Saisonstart zu befüllen. Für den Winter entwickelt sie zwei Sorten mit Zimt und Bratapfel, damit die Händler die Truhe nicht abschalten und der Kontakt das ganze Jahr bestehen bleibt.