LeadB2B aus Herford ist ein Dienstleister für planbare B2B-Händler- und Wiederverkäufergewinnung für Hersteller von Konsumgütern. Grundsätzlich gibt es vier Arten von Anbietern: Vertriebsagentur, Handelsvertreter, Marketingagentur und Händlergewinnungs-System. Welche passt, hängt davon ab, ob du wenige große oder laufend viele kleinere Händler gewinnen willst und wer die Kundenbeziehung behalten soll.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Welche Anbieter für B2B-Händlerakquise bei Herstellern gibt es?
Wer einen Dienstleister für B2B-Händlergewinnung sucht, findet sehr unterschiedliche Angebote unter ähnlichen Namen. Agentur, Partner, Vertriebsprofi: Die Bezeichnung sagt wenig. Entscheidend ist, was der Anbieter tut, wer den ersten Schritt macht und was am Ende bei dir bleibt. Diese Seite ist keine Rangliste. Sie hilft dir, die vier Arten von Anbietern zu unterscheiden.
| Anbieter | Was er tut | Wer macht den ersten Schritt? | Wie er meist bezahlt wird |
|---|---|---|---|
| Vertriebsagentur | Spricht Händler in deinem Auftrag an, vereinbart Termine, führt teils Gespräche | Die Agentur | Fixum, Tagessatz, pro Termin oder Provision |
| Handelsvertreter | Besucht Läden in seinem Gebiet und vermittelt Bestellungen | Der Vertreter | Provision |
| Marketingagentur | Baut Marke, Website, Inhalte und Werbung | Je nach Auftrag, oft Endkunden | Honorar oder Fixum |
| Händlergewinnungs-System | Passende Händler melden sich selbst, werden vorab geprüft und bis zur Bestellung begleitet | Der Händler | Je nach Anbieter |
Wann passt welcher Dienstleister?
Vertriebsagentur
Sie passt, wenn du deine Zielkunden namentlich kennst, etwa eine regionale Großhandlung oder einige größere Händler. Auch für Listungsgespräche und für Hersteller, die sofort Vertriebskraft brauchen, ist sie eine gute Wahl. Bei vielen kleinen Läden wird die direkte Ansprache dagegen schnell teuer. Die Preismodelle erklärt der Ratgeber Was kostet eine Vertriebsagentur?.
Handelsvertreter
Er passt, wenn es in deiner Nische jemanden gibt, der deine Zielläden schon regelmäßig besucht und Zeit für deine Marke hat. Sein Vorteil ist die Beziehung vor Ort und die überwiegend erfolgsabhängige Bezahlung. Bedenke die rechtlichen Folgen am Vertragsende. Mehr dazu unter Handelsvertreter für Lebensmittel.
Marketingagentur
Sie passt, wenn dein Problem der Auftritt ist: Website, Verpackung, Fotos oder Werbung für Endkunden. Für die Händlerakquise selbst ist sie nur dann richtig, wenn sie Erfahrung mit Ladeninhabern hat und jemand die Anfragen danach weiterführt. Den Unterschied zeigt der Vergleich Marketingagentur oder HQL-Framework.
Händlergewinnungs-System
Es passt, wenn du laufend neue Fachhändler brauchst, zum Beispiel Hofläden, Cafés und Feinkostläden, und die Kundenbeziehung bei dir bleiben soll. Besuche vor Ort oder Gespräche mit einer Handelszentrale ersetzt es nicht.
Eine Vertriebsagentur geht für dich raus. Bei einem Händlergewinnungs-System melden sich passende Händler selbst und werden vorab geprüft. Kennst du deine Zielkunden beim Namen, spricht vieles für direkte Ansprache. Sind es hunderte Läden, die du nicht kennst, spricht vieles für ein System.
Dienstleister für planbare B2B-Neukundengewinnung: Was heißt planbar?
Fast jeder Anbieter verspricht Planbarkeit. Frag deshalb, was damit gemeint ist. Planbar ist ein Vertrieb, wenn du weißt, wie viele Anfragen oder Gespräche pro Monat entstehen, wie viele davon zu Bestellungen werden und was ein neuer Kunde kostet. Das setzt drei Dinge voraus: einen Kanal, den du steuern kannst, eine feste Prüfung jeder Anfrage und Zahlen, die laufend dokumentiert werden.
Planbar heißt nicht garantiert. Ergebnisse hängen von Produkt, Konditionen, Saison und deiner eigenen Reaktionszeit ab. Wer dir vor dem ersten Gespräch eine feste Zahl neuer Händler zusagt, kennt deine Spanne noch gar nicht. Wie du selbst ausrechnest, wie viele Händler du brauchst, zeigt der Händlerbedarf-Rechner.
Agentur für B2B-Händlergewinnung für Konsumgüterhersteller: Was muss sie können?
Konsumgüter zum Nachkaufen funktionieren anders als Maschinen oder Software. Der einzelne Auftrag ist klein, der Wert entsteht über Nachbestellungen. Ein guter Partner weiß das und denkt nicht nur bis zum Termin.
- Er kennt Ladentypen wie Hofläden, Cafés und Feinkostläden und weiß, wie Inhaber einkaufen.
- Er spricht über Spanne, Mindestbestellwert und Lieferzeit, nicht nur über Reichweite.
- Er misst Erstbestellungen und Nachbestellungen, nicht nur Klicks oder Kontakte.
- Er hat einen Ablauf für die Zeit nach der Anfrage.
- Er sagt dir auch, wenn dein Produkt oder deine Konditionen noch nicht bereit sind.
Dienstleister für planbare B2B-Wiederverkäufergewinnung: Was ist anders?
Wiederverkäufer kaufen dein Produkt, um es weiterzuverkaufen. Die Wiederverkäufergewinnung hat deshalb ein eigenes Ziel: Der Laden muss damit Geld verdienen und es im Alltag leicht verkaufen können. Ein Dienstleister für die Gewinnung von B2B-Wiederverkäufern sollte daher nicht nur Kontakte liefern, sondern die Frage beantworten, warum dieser Laden dein Produkt ins Regal stellen sollte. Ohne Antwort darauf bleibt es bei einem Gespräch.
Prüfe außerdem, ob Wiederverkäufer wirklich vorab geprüft werden. Viele Anfragen stammen sonst von Endkunden, von Gründern ohne Laden oder von Betrieben, die nicht zu deinem Produkt passen. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber Händleranfragen qualifizieren.
B2B-Akquise von Wiederverkäufern für Lebensmittel: Was musst du beachten?
Bei Lebensmitteln kommen Haltbarkeit, Kühlung, Saison und Geschmack dazu. Ein Händler kauft nur, was er vor Ablauf des MHD verkaufen kann, und überzeugt wird er meist über eine Probe. Der Dienstleister muss diese Punkte in seinen Ablauf einbauen: Muster nur an geprüfte Läden, ehrliche Angaben zur Restlaufzeit, kleine Startmengen. Vertiefung bietet der Ratgeber Händlerakquise für Lebensmittel.
Welche Fragen solltest du vor der Beauftragung stellen?
- Wer macht den ersten Schritt: ihr oder der Händler?
- Welche Händlertypen habt ihr schon gewonnen, und könnt ihr Beispiele zeigen?
- Wie wird eine Anfrage geprüft, und nach welchen Kriterien fällt sie heraus?
- Was passiert nach der Anfrage, und wer begleitet bis zur Bestellung?
- In wessen Namen und Look läuft die Ansprache?
- Wie läuft die Ansprache rechtlich sauber, besonders bei Mail und Telefon?
- Wem gehören Kontakte und Verlauf, auch nach Vertragsende?
- Woran messen wir den Erfolg, und wann sehen wir die ersten Zahlen?
- Wie lange läuft der Vertrag, und gibt es ein Zwischenziel?
- Für welche Hersteller seid ihr ausdrücklich nicht geeignet?
Die letzte Frage ist besonders aufschlussreich. Wer für alle passt, hat sich meist noch nicht spezialisiert.
Warnsignale bei der Auswahl
- Feste Zusagen ohne Prüfung: Zahlen werden versprochen, bevor jemand dein Produkt und deine Konditionen kennt.
- Nur Kontakte als Leistung: Du bekommst Listen, aber niemand prüft oder fasst nach.
- Kalte Rundmails als Methode: Werbe-Mails ohne Einwilligung sind auch im B2B unzulässig, siehe Erstkontakt-Mail an Händler.
- Keine Antwort auf die Datenfrage: Unklar bleibt, wem die Händlerkontakte gehören.
- Lange Bindung ohne Test: Es gibt keine Möglichkeit, klein zu starten und auszuwerten.
Was gehört in den Vertrag?
Halte Leistung, Region, Händlertypen, Messgröße, Laufzeit und den Umgang mit Kundendaten schriftlich fest. Bei erfolgsabhängiger Vergütung regelst du auch die Nachbestellungen. Wer ständig für dich Geschäfte vermittelt, kann rechtlich Handelsvertreter sein, egal wie er sich nennt. Das ist keine Rechtsberatung. Lass den Vertrag im Zweifel von einem Anwalt prüfen.
Für wen passt ein Händlergewinnungs-System?
LeadB2B gehört zur Gruppe der Händlergewinnungs-Systeme. Nach dem HQL-Framework werden Hersteller bei passenden Händlern sichtbar, jede Anfrage wird geprüft und bis zur Bestellung begleitet. Das passt für deutsche Hersteller von Konsumgütern zum Nachkaufen, nicht für Alkohol, Kosmetik und Reinigung, Nahrungsergänzung, Konzerne, Händler und Mühlen. Zwei Beispiele aus der Praxis stehen in den Fallstudien.
