Hersteller veganer Produkte gewinnen neue Händler über Bioläden, Cafés, Concept Stores, Unverpacktläden und Reformhäuser, deren Kunden gezielt pflanzlich einkaufen. Händler prüfen Geschmack, eine kurze Zutatenliste, Kühlbedarf und zulässige Produktbezeichnungen; Cafés kaufen zusätzlich, wenn sie das Produkt in Kuchen, Bowls oder Frühstück einsetzen können.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Welche Produkte gemeint sind
- Tofu und Räuchertofu aus regionalen Sojabohnen
- Pflanzliche Brotaufstriche auf Linsen- oder Bohnenbasis
- Vegane Alternativen zu Käse auf Cashewbasis
- Hafer-Cookies und vegane Riegel
- Seitan- und Lupinenprodukte
- Vegane Grillwürste
- Haferdrink im Gastronomiegebinde
Was Händler bei Vegane Produkte prüfen
- Geschmack und Textur, denn bei pflanzlichen Alternativen entscheidet der direkte Vergleich mit dem Original.
- Kurze, verständliche Zutatenliste ohne lange Reihe von Zusatzstoffen.
- Kühlpflicht: Tofu, Käsealternativen und frische Aufstriche brauchen die Kühltheke, Riegel und Kekse nicht.
- Zulässige Bezeichnung, denn Begriffe wie Käse oder Milch sind für Produkte aus Milch geschützt.
- Vegan-Kennzeichnung auf der Verpackung, damit Kunden das Produkt im Regal sofort einordnen können.
Womit du Händler überzeugst
Kunden kaufen gezielt pflanzlich
Wer vegan lebt, sucht im Laden gezielt nach passenden Produkten und kommt wieder, wenn er sie findet. Für den Händler sind das treue Stammkunden.
Einsatz in der Café-Küche
Cafés können vegane Produkte in Kuchen, Bowls und Frühstück einsetzen und gleichzeitig verkaufen. Das spart ihnen Aufwand bei der eigenen Herstellung.
Regionale Alternative zu großen Marken
Viele vegane Produkte kommen von großen Herstellern. Ein Tofu aus regionalen Sojabohnen oder ein Aufstrich aus heimischen Linsen hebt sich davon ab.
Für alle Kunden, nicht nur Veganer
Auch Kunden, die Fleisch essen, kaufen vegane Aufstriche oder Cookies, wenn sie gut schmecken. Das erweitert die Zielgruppe des Händlers.
Typische Hürden und wie du sie löst
Die Kühltheke ist knapp
Gekühlte Ware braucht Platz in der Kühltheke, und der ist in kleinen Läden begrenzt. Starte mit wenigen Sorten und zeig, dass sie schnell drehen, bevor du mehr Fläche verlangst.
Viele neue Marken im Markt
Händler werden mit neuen veganen Marken überhäuft. Mach in einem Satz klar, was dich unterscheidet: Herkunft, Geschmack oder eine kurze Zutatenliste.
Bezeichnungen sind rechtlich heikel
Begriffe wie Käse, Butter oder Milch dürfen für pflanzliche Produkte nur in Ausnahmen verwendet werden. Lass Etiketten prüfen, bevor du an Händler gehst; das ist keine Rechtsberatung.
Saison und Timing
Vegane Produkte verkaufen sich ganzjährig. Eine Spitze gibt es im Januar, wenn viele Kunden einen veganen Monat ausprobieren, und in der Grillsaison, wenn pflanzliche Würste gefragt sind. Cafés stellen ihre Kuchen- und Frühstückskarte oft im Frühjahr und Herbst um, das ist ein guter Zeitpunkt für Gespräche mit Gastronomen.
Welche Händler verkaufen vegane Produkte von kleinen Herstellern?
Vegane Produkte passen in mehr Läden als nur den Bioladen. Diese Händlertypen sind besonders interessant:
- Bioläden haben die größte vegane Auswahl und Kunden, die gezielt suchen. Mehr unter Vegan im Bioladen.
- Cafés setzen vegane Produkte in Kuchen und Frühstück ein und verkaufen sie an der Theke. Details unter Vegane Produkte für Cafés.
- Concept Stores suchen vegane Snacks und Aufstriche mit gutem Design.
- Unverpacktläden und Reformhäuser führen vegane Grundzutaten wie Hülsenfrüchte, Nussmus und Riegel.
Was prüfen Händler bei veganen Produkten?
Vor allem den Geschmack. Bei Alternativen zu Käse, Wurst oder Joghurt vergleichen Kunden direkt mit dem Original, und Händler wissen das. Danach kommt die Zutatenliste: Eine kurze Liste mit bekannten Zutaten verkauft sich besser als ein Produkt mit vielen Zusatzstoffen. Schließlich zählt die Frage, ob das Produkt gekühlt werden muss und ob der Laden dafür Platz hat.
Schick Cafés zusammen mit deinem Muster ein einfaches Rezept, in dem dein Produkt die Hauptrolle spielt, etwa eine Bowl mit deinem Räuchertofu oder einen Kuchen mit deiner Haferbasis. Wer das Rezept auf die Karte nimmt, bestellt regelmäßig nach.
Wie präsentierst du vegane Produkte im Laden?
In vielen Läden gibt es eine eigene vegane Ecke oder ein Regal mit Vegan-Schild. Dort suchen Kunden gezielt. Ein kleines Regalschild mit deinem Logo und einem Satz zum Produkt hilft, aus der Masse herauszustechen. Für Cafés gilt: Steht dein Produkt namentlich auf der Karte, fragen Gäste danach und kaufen es eher an der Theke. Mehr dazu im Ratgeber Abverkauf im Laden steigern.
Wie viele Händler brauchst du für eine vegane Marke?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Bioladen verkauft pro Woche 15 Packungen deines Tofus, ein Café verbraucht 3 kg für Bowls. Über 50 Wochen sind das 750 Packungen aus dem Bioladen und 150 kg aus dem Café. Schon zehn Bioläden und fünf Cafés ergeben eine Menge, mit der sich eine kleine Produktion gut planen lässt.
Bei Kühlware hängt die Rechnung zusätzlich an der Haltbarkeit. Tofu und frische Aufstriche halten nur einige Wochen, deshalb sind viele kleine, regelmäßige Lieferungen besser als wenige große. Plane deine Händler so, dass sich Touren in einer Region bündeln lassen.
LeadB2B spricht für vegane Marken gezielt Bioläden, Cafés und Concept Stores an, die ihr pflanzliches Angebot ausbauen wollen. Vor dem Gespräch ist geklärt, ob der Laden Kühlware führen kann und wann er starten möchte.