Das Sortiment ist die Gesamtheit aller Artikel, die ein Händler anbietet, beschrieben durch seine Breite (Zahl der Warengruppen) und Tiefe (Zahl der Varianten je Warengruppe). Aus Herstellersicht ist auch dein eigenes Angebot an Sorten und Größen ein Sortiment.
Jeder Händler hat ein Sortimentskonzept, ob bewusst oder nicht. Ein Hofladen führt regionale Produkte aus vielen Warengruppen, aber jeweils nur wenige Varianten. Ein Teeladen führt nur Tee, dafür sehr viele Sorten. Dein Produkt muss in dieses Konzept passen, sonst nützt die beste Qualität nichts.
Was bedeuten Breite und Tiefe für dich?
- Breites, flaches Sortiment (Hofladen, Kiosk, Tankstellenshop): Der Händler will von dir wenige, gut laufende Sorten.
- Schmales, tiefes Sortiment (Teeladen, Weinhandlung, Gewürzladen): Der Händler sucht Besonderheiten und kann auch Nischensorten verkaufen.
- Gemischte Konzepte (Feinkostladen, Concept Store): wechselnde Auswahl, Fokus auf Geschichte und Optik.
Wie gestaltest du dein eigenes Sortiment für den Handel?
Viele Hersteller bieten Händlern ihr komplettes Onlineshop-Sortiment an. Das überfordert. Besser ist ein Handelssortiment mit den stärksten Sorten, einer klaren Empfehlung je Ladentyp und Größen, die ins Regal passen. Weniger Sorten bedeuten auch weniger Lagerhaltung und weniger Abschriften beim Händler.
Wo dein Produkt eine Lücke schließt, statt mit Vorhandenem zu konkurrieren, beschreibt der Eintrag Sortimentslücke. Wie Händler neue Marken prüfen, steht im Ratgeber Was Händler bei neuen Marken prüfen.
Was ist ein Beispiel für Sortiment?
Angenommen, ein Hersteller von Fruchtaufstrichen hat 28 Sorten im Onlineshop. Für den Handel stellt er ein Kernsortiment aus sechs Sorten zusammen, die online am meisten gekauft werden, plus zwei saisonale Sorten. Hofläden bekommen die Empfehlung Erdbeere, Aprikose und Kirsche, Feinkostläden zusätzlich zwei ausgefallene Sorten. Die Händler entscheiden schneller, weil sie nicht aus 28 Gläsern wählen müssen.