Die Nachbestellquote ist der Anteil der Neukunden, die nach ihrer Erstbestellung mindestens ein weiteres Mal bestellen. Formel: Nachbestellquote in % = Händler mit mindestens einer Nachbestellung ÷ alle Händler mit Erstbestellung im selben Zeitraum × 100.
Die Nachbestellquote zeigt, ob dein Produkt im Laden funktioniert und ob deine Betreuung stimmt. Viele Neukunden bei niedriger Nachbestellquote sind ein Warnsignal: Du gewinnst Händler, verlierst sie aber nach dem ersten Abverkauf wieder.
Wie misst du die Nachbestellquote richtig?
- Betrachte Gruppen: alle Händler, die in einem bestimmten Monat oder Quartal erstmals bestellt haben.
- Leg einen Zeitraum fest, etwa eine Nachbestellung innerhalb von 90 Tagen nach der Erstbestellung.
- Werte nach Ladentyp getrennt aus. Cafés bestellen oft häufiger nach als Geschenkeläden.
- Berücksichtige Saisonware: Wer im Dezember erstmals bestellt, bestellt vielleicht erst im Herbst wieder.
Wie steigerst du die Nachbestellquote?
Die wichtigsten Hebel liegen nach der Erstbestellung: nachfragen, wie es läuft, bei der Platzierung helfen, an die Nachbestellung erinnern, den Bestellweg vereinfachen. Oft entscheidet sich in den ersten Wochen, ob ein Händler bleibt. Die Quote fließt direkt in den Kundenwert ein, weil sie bestimmt, wie viele Händler überhaupt zu Stammkunden werden.
Konkrete Schritte stehen im Ratgeber Von der Erstbestellung zur Nachbestellung.
Was ist ein Beispiel für Nachbestellquote?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Hersteller von Bio-Nudeln gewinnt im ersten Quartal 20 neue Händler. Innerhalb von 90 Tagen bestellen 11 davon nach, das ergibt eine Nachbestellquote von 55 Prozent. Bei der Auswertung nach Ladentyp zeigt sich: Bioläden und Unverpacktläden bestellen fast alle nach, Concept Stores kaum. Der Hersteller richtet seine Akquise im nächsten Quartal stärker auf die ersten beiden Ladentypen aus.