Getränkemärkte listen neue alkoholfreie Getränke, wenn Gebinde, Leergut und Lieferung zum Kistengeschäft passen. Starte mit zwei Sorten, biete eine Mischpalette zum Test an und sprich inhabergeführte Märkte an, die selbst entscheiden.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Warum Getränkemärkte zu Alkoholfreie Getränke passen
Im Getränkemarkt kauft der Kunde mit dem Auto und für die ganze Woche. Wer dort einmal eine Kiste Schorle oder Craft-Brause mitnimmt, kommt meist nach zwei bis drei Wochen wieder. Genau dieser Rhythmus macht den Getränkemarkt für dich interessant: Eine gute Platzierung bringt keine Einzelverkäufe, sondern wiederkehrende Kistenumsätze. Inhabergeführte Märkte suchen dafür gezielt Sorten, die der Discounter nicht hat.
Sortiment, Menge, Präsentation
- Sortiment: Starte mit deinem stärksten Geschmack und einer zweiten, klar anderen Sorte. Fünf Sorten auf einmal verteilen den Abverkauf zu dünn.
- Leergut: Kläre vor dem ersten Gespräch, ob du Mehrweg oder Einweg lieferst und wie die Rücknahme läuft. Pfand ist gesetzlich geregelt (keine Rechtsberatung, im Zweifel Anwalt fragen).
- Menge: Biete zum Einstieg eine Mischpalette mit mehreren Sorten statt einer ganzen Palette einer Sorte an. So bleibt das Lagerrisiko für den Markt klein.
- Präsentation: Ein Kistenstapel im Gang verkauft mehr als das unterste Fach. Liefer POS-Material gleich mit.
So sprichst du Getränkemärkte an
Frag nach dem Inhaber oder Marktleiter, nicht nach dem Einkauf einer Zentrale. Komm mit drei klaren Antworten: Wie läuft das Leergut, ab welcher Menge lieferst du frei Haus, und was bleibt dem Markt pro Kiste. Ein Kistenmarkt denkt in Stellplatz und Drehung pro Woche.
Typische Einwände und deine Antwort
Schlag einen Tausch vor: Deine Kiste ersetzt eine Sorte, die sich kaum dreht. Vereinbare sechs bis acht Wochen Testphase und zieht danach gemeinsam Bilanz.
Mach es ihm leicht: fester Liefertag, eine Sammelrechnung im Monat, Leergut nimmst du bei der nächsten Lieferung mit.
Deine Sorte ersetzt nicht das Markenwasser, sie ergänzt das Kistensortiment. Zeig ihm die Handelsspanne pro Kiste und biete eine Verkostung an einem Samstag an.
Beispiel aus der Praxis
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Markt verkauft 6 Kisten deiner Schorle pro Woche, also gut 300 Kisten im Jahr. Bei einem Händlerpreis von 9 Euro pro Kiste bringt dir dieser eine Markt rund 2.800 Euro Jahresumsatz, ohne dass du ihn jede Woche neu gewinnen musst.