Werbekostenzuschuss (WKZ) einfach erklärt.

Was bedeutet Werbekostenzuschuss (WKZ)?

Ein Werbekostenzuschuss ist ein Betrag, den du als Hersteller einem Händler zahlst, damit er dein Produkt bewirbt, etwa im Handzettel, auf einer Aktionsfläche oder im Onlineshop. Er kann als Geld, als Rabatt oder als Gratisware abgerechnet werden.

Im Gegensatz zur Listungsgebühr bezahlt der WKZ eine konkrete Leistung: Sichtbarkeit. Der Händler stellt Werbefläche zur Verfügung, die du sonst nicht bekommen würdest. Im großen Lebensmittelhandel ist der WKZ fest eingeplant, im kleinen Fachhandel eher selten.

Wann lohnt sich ein WKZ?

Dann, wenn die Werbeleistung mehr Verkäufe bringt, als sie kostet. Das klingt banal, wird aber oft nicht geprüft. Vereinbare deshalb vorab:

  • Welche Leistung genau erbracht wird: Handzettel, Zweitplatzierung, Social-Media-Beitrag, Schaufenster.
  • Zeitraum und Ort der Aktion.
  • Wie du den Abverkauf vorher und nachher siehst, zum Beispiel über Bestellmengen.

Welche Alternativen haben kleine Hersteller?

Statt Geld kannst du Leistungen anbieten, die dem Händler ebenfalls helfen: eine Verkostung im Laden, gutes POS-Material, Fotos und Texte für seinen Instagram-Kanal oder eine kleine Zugabe für Endkunden. Für einen Feinkostladen ist ein Samstag mit Verkostung oft wertvoller als ein Betrag auf der Rechnung. Lass dir Vereinbarungen über Zahlungen an Händler im Zweifel rechtlich prüfen, das hier ist keine Rechtsberatung. Weitere Ideen im Ratgeber Abverkauf im Laden steigern.

Bei Lebensmitteln muss ein WKZ im Anwendungsbereich des AgrarOLkG vorher klar und eindeutig vereinbart sein. Mehr dazu im Ratgeber Was kostet es, ein Produkt im Supermarkt zu verkaufen?.

Was ist ein Beispiel für Werbekostenzuschuss (WKZ)?

Praxis

Angenommen, ein Getränkehändler mit vier Filialen bietet einer Limonadenmanufaktur eine Woche Zweitplatzierung am Eingang plus einen Platz im Handzettel gegen Werbekostenzuschuss an. Die Manufaktur fragt nach den bisherigen Abverkäufen pro Woche, vereinbart die Leistung schriftlich und plant eine Nachlieferung ein. Nach der Aktion vergleicht sie die Bestellmengen der Filialen mit denen davor und entscheidet auf dieser Basis, ob sie im nächsten Sommer wieder mitmacht.

Verwandte Begriffe

Mehr dazu im Ratgeber

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