Die Verpackungseinheit gibt an, wie viele Verkaufseinheiten in einer Liefereinheit zusammengefasst sind, zum Beispiel 6 Flaschen in einem Karton oder 12 Gläser in einem Tray. Händler bestellen meist in ganzen Verpackungseinheiten.
Die VPE ist eine unterschätzte Stellschraube im Händlervertrieb. Sie bestimmt, wie viel ein Laden mindestens auf einmal nehmen muss, wie viel Lagerplatz er braucht und wie oft er nachbestellen muss. Passt die VPE nicht zum Abverkauf, wird sie zur Hürde, ähnlich wie eine zu hohe Mindestbestellmenge.
Welche VPE passt zu welchem Laden?
| Ladentyp | typischer Bedarf | sinnvolle VPE (Beispiel) |
|---|---|---|
| Hofladen, Feinkostladen | kleine Mengen, viele Sorten | 6 Stück |
| Getränkemarkt | größere Mengen, wenige Sorten | Kiste oder 12er-Karton |
| Café | wenige Sorten, regelmäßiger Verbrauch | 6 bis 12 Stück |
| Lebensmittelhändler mit Filialen | Kartons oder ganze Lagen | 12 bis 24 Stück |
Die Werte sind Beispiele zur Orientierung. Frag im Zweifel ein paar Händler, wie viel sie in vier bis sechs Wochen verkaufen.
Was solltest du bei der VPE beachten?
- Der Karton sollte ins Regal passen oder sich als Schütte nutzen lassen.
- Gewicht im Blick: Ein Karton mit 12 Literflaschen ist schwer, einer mit 6 handlicher.
- Jede VPE braucht eigene Stammdaten und idealerweise eine eigene GTIN.
- Mischkartons für Erstbestellungen senken die Einstiegshürde.
Wie VPE, Versand und Lieferbedingungen zusammenhängen, zeigt der Ratgeber Versandkosten und Lieferbedingungen.
Was ist ein Beispiel für Verpackungseinheit (VPE)?
Angenommen, ein Hersteller von Bio-Ketchup liefert in Kartons mit 24 Flaschen. Für Lebensmittelhändler passt das, für Unverpacktläden und kleine Bioläden ist es zu viel. Der Hersteller führt eine zweite VPE mit 6 Flaschen ein, mit leicht höherem Stückpreis. Kleine Läden bestellen nun, ohne ihren Lagerraum zu füllen, und große Händler bleiben beim günstigeren Karton.