Ein Konditionenblatt fasst alle Liefer- und Zahlungsbedingungen für Händler auf einer Seite zusammen: Mindestbestellwert, Rabattstaffel, Frachtfreigrenze, Zahlungsziel, Skonto, Lieferzeit und Regeln für Retouren. Es ergänzt die Preisliste.
Während die Preisliste sagt, was etwas kostet, sagt das Konditionenblatt, unter welchen Bedingungen. Viele Missverständnisse zwischen Herstellern und Händlern entstehen, weil diese Bedingungen nirgends klar stehen, sondern in einzelnen E-Mails oder nur mündlich vereinbart wurden.
Was gehört auf ein Konditionenblatt?
- Mindestbestellwert für Erst- und Nachbestellungen
- Rabattstaffel oder Staffelpreise
- Frachtfreigrenze und Versandkosten darunter
- Zahlungsziel, Skonto, Zahlungsarten
- Lieferzeit ab Bestellung
- Umgang mit Bruch, Transportschäden und Ware mit kurzem MHD
- Gültigkeitsdatum
Warum ist ein Konditionenblatt wichtig?
Es schafft Fairness und spart Zeit. Alle Händler wissen, woran sie sind, und du musst nicht in jedem Gespräch neu verhandeln. Gleichzeitig hast du eine klare Grundlage, wenn es Diskussionen gibt, etwa über abgezogenes Skonto oder eine Retoure. Formuliere es in einfacher Sprache, ohne Kleingedrucktes. Ob deine Bedingungen wirksam vereinbart sind, etwa als Teil deiner Geschäftsbedingungen, klärst du im Zweifel mit einem Anwalt, das hier ist keine Rechtsberatung.
Welche Konditionen für welchen Ladentyp sinnvoll sind, beschreibt der Ratgeber Händlerkonditionen.
Was ist ein Beispiel für Konditionenblatt?
Angenommen, ein Hersteller von Hundefutter hat seinen Händlern über die Jahre unterschiedliche Zusagen gemacht: mal Gratisversand ab 150 Euro, mal ab 300 Euro, mal 30 Tage Ziel, mal 14. Als ein Gartencenter und ein Hofladen im selben Ort ihre Bedingungen vergleichen, gibt es Ärger. Der Hersteller erstellt ein einheitliches Konditionenblatt, gibt bestehenden Kunden eine Übergangsfrist und verweist künftig auf jeder Rechnung darauf.