Skonto ist ein Preisnachlass, den der Händler abziehen darf, wenn er die Rechnung innerhalb einer kurzen Frist bezahlt, zum Beispiel 2 Prozent bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen. Er belohnt schnelle Zahlung und verbessert deine Liquidität.
Auf Rechnungen steht Skonto meist so: „Zahlbar innerhalb von 30 Tagen netto, bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen 2 Prozent Skonto.“ Der Händler entscheidet, ob er früh zahlt und spart oder das volle Zahlungsziel nutzt.
Lohnt sich Skonto für dich als Hersteller?
Skonto kostet dich Marge, bringt aber Geld früher aufs Konto. Für kleine Manufakturen mit knapper Liquidität kann das viel wert sein, etwa vor der Saison, wenn Rohware und Gläser vorfinanziert werden müssen. Rechne aber ehrlich: 2 Prozent für 20 Tage frühere Zahlung sind aufs Jahr gerechnet ein teurer Kredit.
Welche Fallstricke gibt es beim Skonto?
- Händler ziehen Skonto ab, zahlen aber nach Ablauf der Frist. Leg vorher fest, wie du damit umgehst, und sprich es freundlich an.
- Skonto wird auf Versandkosten mit abgezogen, obwohl das nicht vereinbart war.
- Rabatt, Gratisversand und Skonto summieren sich unbemerkt zu einem großen Nachlass.
Halte die Skontoregel auf deinem Konditionenblatt und auf jeder Rechnung fest. Zu Fristen, Fälligkeit und Verzug gibt es gesetzliche Regeln. Das hier ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du deinen Steuerberater oder Anwalt. Mehr im Ratgeber Zahlungsziel und Skonto.
Was ist ein Beispiel für Skonto?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Café bestellt Kaffeebohnen für 400 Euro netto bei einer Rösterei. Die Konditionen lauten 30 Tage netto oder 2 Prozent Skonto bei Zahlung in 10 Tagen. Zahlt das Café nach 7 Tagen, überweist es 392 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Rösterei verzichtet auf 8 Euro, hat das Geld aber drei Wochen früher und kann damit den nächsten Rohkaffee-Einkauf bezahlen.