Der Einkaufspreis ist der Nettopreis, den ein Händler pro Einheit an dich zahlt, nach Abzug aller Rabatte und vor Mehrwertsteuer. Aus Sicht des Händlers ist dein Händlerpreis sein Einkaufspreis.
Im Handel ist „EK“ eine der meistgenutzten Abkürzungen. Ein Ladeninhaber denkt fast immer in EK und VK, also Einkaufs- und Verkaufspreis. Wenn du mit ihm sprichst, sprich seine Sprache: Nenne den EK netto pro Stück, nicht nur den Kartonpreis.
Was gehört alles zum Einkaufspreis?
Der reine Listenpreis ist nur der Anfang. Für den Händler zählt der Einstandspreis, also was ihn ein Stück am Ende wirklich kostet:
- Listenpreis laut Preisliste
- minus Rabatte aus der Rabattstaffel oder aus Aktionen
- minus Skonto, wenn er schnell bezahlt
- plus anteilige Versandkosten, wenn er die Frachtfreigrenze nicht erreicht
Gerade der letzte Punkt wird oft übersehen. Liegt die Frachtfreigrenze hoch und bestellt ein kleiner Laden wenig, frisst die Fracht einen Teil seiner Spanne. Dann wirkt dein Produkt teurer, als die Preisliste vermuten lässt.
Warum solltest du den EK deiner Händler kennen?
Nur wenn du weißt, was ein Stück beim Händler tatsächlich kostet, kannst du seine Spanne realistisch einschätzen. Rechne für jeden typischen Bestellfall einmal durch, was beim Laden ankommt. Das hilft auch im Gespräch: Du kannst konkret zeigen, was er pro verkauftem Stück verdient. Mehr zur Kalkulation im Ratgeber Händlerpreis kalkulieren.
Was ist ein Beispiel für Einkaufspreis (EK)?
Beispielrechnung, angenommene Werte: Ein Teeladen kauft deine Bio-Teemischung laut Liste für 6,00 Euro netto pro Dose. Ab 24 Dosen gibt es 5 Prozent Rabatt, also 5,70 Euro. Er bestellt aber unter der Frachtfreigrenze und zahlt 12 Euro Versand, verteilt auf 24 Dosen sind das 0,50 Euro pro Stück. Sein tatsächlicher Einkaufspreis liegt damit bei 6,20 Euro, also höher als der Listenpreis ohne Rabatt.