Eine Palette ist ein genormter Ladungsträger, meist die Europalette mit 120 mal 80 Zentimetern, auf dem Ware gestapelt, gesichert und per Spedition transportiert wird. Im Händlervertrieb ist sie die Liefereinheit für große Mengen.
Für kleine Händler spielt die ganze Palette selten eine Rolle. Ein Hofladen bestellt Kartons, die per Paketdienst kommen. Sobald du aber an Getränkemärkte, Großhändler oder Lebensmittelhändler mit Zentrallager lieferst, wird die Palette zur Standardeinheit, oft auch als halbe oder Viertelpalette.
Welche Palettendaten brauchen Händler?
- Anzahl Kartons pro Lage und Anzahl Lagen pro Palette.
- Gesamtgewicht und Höhe der beladenen Palette.
- Ob die Kartons stapelfest sind und wie die Ladung gesichert ist.
- Ob Paletten getauscht werden oder als Einwegpaletten beim Händler bleiben.
Paket oder Spedition: Ab wann lohnt sich die Palette?
Die Grenze zwischen Paketversand und Spedition ist eine wichtige Kalkulationsgröße. Bis zu einer bestimmten Menge ist das Paket günstiger und flexibler, darüber lohnt die Palette. Leg in deinen Lieferbedingungen fest, ab welcher Menge du per Spedition lieferst und wer die Kosten trägt. Das hängt eng mit deiner Frachtfreigrenze zusammen. Mehr im Ratgeber Versandkosten und Lieferbedingungen.
Plane die Palettendaten schon bei der Entwicklung deiner Verpackung mit. Ein Karton, der ein paar Millimeter zu breit ist, kann dazu führen, dass eine Lage nicht mehr sauber auf die Europalette passt. Dann transportierst du dauerhaft Luft und zahlst pro Stück mehr Fracht.
Was ist ein Beispiel für Palette?
Angenommen, eine Mosterei beliefert bisher Hofläden mit einzelnen Kisten. Ein Getränkehändler fragt nach einer Palette mit gemischten Sorten. Die Mosterei muss klären, wie viele Kisten pro Lage passen, wie hoch sie stapeln kann, ohne dass Glasflaschen Schaden nehmen, und ob der Händler leere Paletten zurückgibt. Erst mit diesen Daten kann sie einen Preis frei Haus nennen.