Ein Musterpaket ist eine kleine, kostenlose oder vergünstigte Auswahl deiner Produkte, die du einem potenziellen Händler schickst, damit er Qualität, Geschmack und Verpackung vor der ersten Bestellung prüfen kann. Es ist oft der letzte Schritt vor der Erstbestellung.
Bei Lebensmitteln und Getränken kauft kaum ein Händler, ohne probiert zu haben. Das Musterpaket ersetzt den Messestand: Der Inhaber probiert in Ruhe, zeigt es vielleicht dem Personal und entscheidet dann. Ein gutes Musterpaket ist deshalb ein Verkaufswerkzeug, kein Werbegeschenk.
Was gehört in ein gutes Musterpaket?
- Die zwei bis vier Sorten, die im jeweiligen Ladentyp am wahrscheinlichsten laufen, nicht das ganze Sortiment.
- Eine kurze, persönliche Karte: Wer bist du, und warum passt das Produkt in diesen Laden?
- Preisliste und Konditionen, damit der Händler sofort rechnen kann.
- Ein einfacher nächster Schritt: Bestellweg und ein Termin für ein kurzes Gespräch.
Wann solltest du Muster verschicken?
Erst, wenn klar ist, dass Interesse besteht und der Laden grundsätzlich passt. Ungefragte Musterpakete an kalte Adressen landen oft ungeöffnet im Lager. Besser: erst ein kurzes Gespräch, dann gezielt Muster. So weißt du, an wen du schickst, und kannst nach ein paar Tagen nachfassen.
Leg fest, wie oft du nachfasst und wann du das Thema abschließt. Ohne Nachfassen ist das Musterpaket meist verloren. Mehr im Ratgeber Musterpaket für Händler.
Was ist ein Beispiel für Musterpaket?
Angenommen, eine Teemanufaktur verschickte früher an jeden Interessenten eine große Kiste mit zwölf Sorten und hörte danach selten etwas. Heute fragt sie im Erstgespräch nach Ladentyp und Kundschaft. Ein Café bekommt drei Sorten für die Teekarte, ein Bioladen drei Sorten für das Regal, jeweils mit Preisliste und einer Notiz, wann die Manufaktur anruft. Die Pakete sind kleiner, die Gespräche danach konkreter.