Google Ads oder Meta Ads. Welche Werbung findet Händler?

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Kurz gesagt

Google Ads erreicht Händler, die bereits aktiv nach Lieferanten oder Produkten suchen, in vielen Nischen ist die Zahl solcher Suchen aber klein. Meta Ads auf Facebook und Instagram erreicht Ladeninhaber beim Scrollen und weckt Interesse, bevor jemand sucht, verlangt dafür starke Bilder und eine gute Prüfung der Anfragen. Für Konsumgüter mit sichtbarem Produkt ist Meta oft der breitere Hebel, Google ergänzt dort, wo gezielt gesucht wird.

Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026

Google Ads und Meta Ads im direkten Vergleich

KriteriumGoogle AdsMeta Ads
PrinzipAnzeigen zu Suchbegriffen, die jemand eingibtAnzeigen im Feed und in Stories, ohne dass jemand sucht
NachfrageSo groß wie die Zahl passender SuchenInteresse wird geweckt, auch bei Händlern, die nicht aktiv suchen
KaufbereitschaftOft hoch, wer sucht, hat meist einen konkreten BedarfUnterschiedlich, deshalb ist die Prüfung der Anfragen wichtig
ZielgruppensteuerungÜber Suchbegriffe, Region und UhrzeitÜber Region, Interessen, Verhalten und eigene Zielgruppen
Rolle des ProduktsText steht im VordergrundBild und Video stehen im Vordergrund, stark für sichtbare Produkte
Aufwand für InhalteAnzeigentexte und eine Händler-LandingpageLaufend neue Bilder und Videos, die zur Marke passen
Unpassende KontakteSuchen von Endkunden mischen sich mit HändlersuchenEndkunden reagieren mit, wenn Anzeige und Formular nicht klar auf Händler zielen

Wann Google Ads die bessere Wahl ist

Google Ads ist die bessere Wahl, wenn deine Zielhändler aktiv nach Lieferanten in deiner Kategorie suchen, etwa Cafés, die eine neue Rösterei brauchen, oder Läden, die gezielt nach regionalem Eis für die Truhe suchen. Es lohnt sich auch, um bei Suchen nach deinem Markennamen gefunden zu werden, wenn Händler dich auf einer Messe oder bei Kollegen gesehen haben. Voraussetzung ist eine Landingpage, die klar auf Händler ausgerichtet ist.

Wann Meta Ads die bessere Wahl ist

Meta Ads passt besser, wenn dein Produkt auf Bildern überzeugt, etwa Eis, Schokolade, Geschenkartikel oder auffällig gestaltete Getränke, und Händler nicht aktiv danach suchen. Es eignet sich, um gezielt bestimmte Regionen und Ladentypen zu erreichen und über mehrere Kontakte Vertrauen aufzubauen. Wichtig ist eine saubere Prüfung der Anfragen, weil Anzeigen im Feed auch Endkunden erreichen.

Wie entdecken Händler neue Produkte?

Wer einen Hofladen führt, tippt selten „neue Marmelade für meinen Laden“ in eine Suchmaschine. Neue Produkte entdecken viele Ladeninhaber nebenbei: bei Kollegen, auf Märkten, im Feed beim abendlichen Scrollen. Anders ist es, wenn ein konkreter Bedarf besteht, etwa weil ein Café seine Rösterei wechseln muss. Dann wird gesucht. Diese zwei Situationen entsprechen ziemlich genau den Stärken der beiden Kanäle.

Wo ist Google Ads stark?

Google Ads trifft den Moment, in dem jemand aktiv sucht. Wer „Bio Eis für Hofladen Lieferant“ eingibt, hat ein Problem und will es lösen. Diese Kontakte sind oft schnell gesprächsbereit. Die Schwäche: In vielen Nischen suchen nur wenige Händler auf diese Weise, und die Suchbegriffe überschneiden sich mit denen von Endkunden. Ein Wort wie „Eis kaufen“ bringt dir vor allem Privatleute.

Wo ist Meta Ads stark?

Meta Ads holt Händler dort ab, wo sie nicht suchen, sondern schauen. Ein kurzes Video, in dem Eis in einem Hofladen aus der Truhe gekugelt wird, spricht Cafébetreiber und Hofladen-Inhaberinnen in einem bestimmten Umkreis direkt an. So entsteht Interesse, bevor jemand bewusst nach einem neuen Lieferanten sucht. Dafür brauchst du gute Bilder, eine klare Ansprache an Händler und ein Formular, das Ladentyp und Sortiment abfragt.

Was kostet ein Händler über welchen Kanal?

Beispielrechnung, angenommene Werte: Eine Eismanufaktur testet beide Kanäle mit je 1.000 Euro. Über Google kommen 12 Anfragen, davon passen 8, und 4 Läden bestellen, das sind 250 Euro pro neuem Händler. Über Meta kommen 40 Anfragen, davon passen 15, und 6 Läden bestellen, also rund 167 Euro pro Händler. Die Zahlen sind frei angenommen, in deinem Fall kann es genau umgekehrt sein. Entscheidend ist, dass du bis zur Bestellung misst und nicht beim Klick aufhörst.

Worauf kommt es bei beiden Kanälen an?

  • Eine eigene Landingpage nur für Händler, mit Konditionen, Ladentypen und Ansprechpartner.
  • Ein Formular mit Prüffragen zu Ladentyp, Sortiment und Startzeitpunkt.
  • Eine schnelle Rückmeldung, am besten am selben Tag, siehe Speed-to-Lead.
  • Eine Auswertung bis zur Bestellung, nicht bis zum Klick.

Beim HQL-Framework von LeadB2B laufen Kampagnen in deinem Namen und Look, auf Basis einer Partner-Analyse nach Branche, Größe, Bedarf und Kaufkraft, und jede Anfrage wird geprüft, bevor sie bei dir landet. Welcher Kanal eingesetzt wird, richtet sich danach, wo die passenden Händler am besten erreichbar sind.

Sag klar, für wen die Anzeige ist

Beginne Anzeigen für Händler mit einer eindeutigen Ansprache wie „Für Hofläden und Cafés:“. Das senkt die Zahl der Endkunden, die sich melden, und spart dir Zeit bei der Prüfung.

FAQ

Fragen zum Vergleich. Kurz beantwortet.

Suchen Händler überhaupt bei Google nach neuen Lieferanten?

Manche ja, vor allem bei konkretem Bedarf, etwa ein Café, das eine neue Rösterei sucht. In vielen Nischen ist die Zahl solcher Suchen aber klein. Prüfe mit einem Keyword-Werkzeug, wie oft nach Begriffen rund um dein Produkt und Händlerbedarf gesucht wird.

Warum melden sich über Meta Ads so viele Endkunden?

Weil Anzeigen im Feed alle Menschen in der Zielgruppe erreichen, auch Privatleute. Sag deshalb schon in der Anzeige klar, dass sie sich an Händler richtet, und frag im Formular Ladentyp und Sortiment ab. Unpassende Anfragen werden dann vor dem Gespräch aussortiert.

Kann ich beide Kanäle gleichzeitig nutzen?

Ja, sie ergänzen sich gut. Meta weckt Interesse bei Händlern, die noch nicht suchen, Google erreicht die, die schon aktiv suchen. Wichtig ist, dass du beide bis zur Bestellung auswertest und nicht nur nach Klicks.

Welches Budget brauche ich für den Start?

Das hängt von Region, Zielgruppe und Wettbewerb ab, eine feste Zahl gibt es nicht. Starte mit einem Testbudget, das du ohne Bauchschmerzen ausgeben kannst, und rechne nach einigen Wochen die Kosten pro gewonnenem Händler aus. Vergleiche sie mit dem Kundenwert eines Händlers.

Hol dir die Händler, bevor es dein Wettbewerber tut.

Die Zahl passender Handelspartner in deiner Branche ist begrenzt. Im Potenzialgespräch zeigen wir dir, wie viele davon für dein Produkt erreichbar sind.

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