Feinkostläden nehmen Tee auf, wenn die Sorten sich klar von Supermarkttee unterscheiden, gut verpackt sind und Kunden vorher riechen können. Starte mit vier bis sechs Sorten in Dose oder Standbeutel und liefer offene Riechgläser für die Theke mit.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Warum Feinkostläden zu Tee passen
Tee kauft man im Feinkostladen mit der Nase. Kunden wollen riechen, sich beraten lassen und dann eine Dose mitnehmen, für sich oder als Geschenk. Genau dieses Erlebnis kann der Supermarkt nicht bieten. Für dich hat das einen zweiten Vorteil: Wer eine Sorte liebt, kauft sie wieder, gern im Nachfüllbeutel. So wird aus dem Geschenkkauf ein Stammkauf.
Sortiment, Menge, Präsentation
- Sortiment: Ein Schwarztee, ein Grüntee, ein Kräutertee und zwei besondere Mischungen. Zwanzig Sorten überfordern Regal und Kunden.
- Verpackung: Eine schöne Dose für den ersten Kauf, ein günstigerer Nachfüllbeutel für den zweiten.
- Riechprobe: Kleine Gläser mit offenem Tee auf der Theke verkaufen mehr als jedes Schild.
- Menge: Je Sorte drei bis sechs Dosen zum Start. Tee hält lange, trotzdem soll das Regal nicht überladen sein.
So sprichst du Feinkostläden an
Feinkosthändler lieben Produkte, die sie selbst gern trinken. Bring eine Thermoskanne mit deiner besten Sorte mit und lass den Inhaber probieren. Erzähl, wo der Tee herkommt oder wie die Mischung entstanden ist, in zwei, drei Sätzen. Das ist die Geschichte, die er seinen Kunden weitererzählt.
Typische Einwände und deine Antwort
Dann ergänze sie mit Sorten, die es dort nicht gibt, etwa regionalen Kräutern. Zwei Marken mit klarem Unterschied verwirren niemanden.
Mit Nachfüllbeuteln und Riechgläsern läuft er auch im Rest des Jahres. Biete im Herbst eine Wintermischung als Anlass an.
Alles ist abgepackt. Nur die Riechgläser sind offen, und die füllst du beim Liefern auf.
Beispiel aus der Praxis
Praxisbeispiel, angenommener Fall: Ein Feinkostladen stellt fünf Sorten mit Riechgläsern auf die Theke. Kunden bleiben stehen, riechen, fragen nach. Nach zwei Monaten verkauft der Laden mehr Nachfüllbeutel als Dosen, und die Nachbestellung kommt monatlich.