Hofläden nehmen Saft auf, wenn er aus der Region kommt und das eigene Angebot ergänzt statt Konkurrenz zu machen. Starte mit sortenreinen Säften in der 1-Liter-Flasche oder als Bag-in-Box, liefer kleine Mengen und erzähl, von welchen Bäumen oder Höfen das Obst stammt.
Von Tim Vogel, Gründer LeadB2B · Aktualisiert am 01.11.2026
Warum Hofläden zu Saft passen
Wer in den Hofladen fährt, will wissen, wo die Lebensmittel herkommen. Saft aus Äpfeln vom Nachbarort oder von Streuobstwiesen passt genau in dieses Bild. Viele Hofläden haben Eier, Kartoffeln und Fleisch aus eigener Erzeugung, aber kein eigenes Getränk. Diese Lücke füllst du. Weil Hofladenkunden oft wöchentlich kommen, wird ein Saft, der einmal überzeugt, schnell zum festen Einkauf.
Sortiment, Menge, Präsentation
- Sortiment: Sortenreine Säfte oder eine Mischung mit regionalem Bezug, etwa Apfel-Quitte. Herkunft schlägt Exotik.
- Gebinde: Die 1-Liter-Flasche für den Wocheneinkauf und eine Bag-in-Box für Familien, die viel trinken.
- Menge: Ein bis zwei Kartons pro Sorte zum Start. Hofläden haben selten viel Lager.
- Präsentation: Ein Foto der Obstwiese oder eine Karte mit Ort und Entfernung am Regal. Das ist für Hofladenkunden das stärkste Argument.
So sprichst du Hofläden an
Fahr persönlich vorbei oder ruf an, Hofladenbetreiber kennen ihre Lieferanten gern. Erzähl, wo dein Obst wächst und wie weit das vom Hof entfernt ist. Biete an, dass er seine eigene Ware im Gegenzug vielleicht bei dir oder anderen Abnehmern sichtbar macht. Viele Betreiber denken in Nachbarschaft, nicht in Konditionen.
Typische Einwände und deine Antwort
Dann passt dein Saft als regionale Ergänzung, die klar gekennzeichnet ist. Kunden schätzen es, wenn der Hofladen Nachbarbetriebe mitnimmt.
Den Standardsaft ja. Einen sortenreinen Saft aus dem Nachbarort gibt es dort nicht. Lass die Kunden probieren, zum Beispiel an einem Markttag.
Starte mit kleiner Menge und liefere öfter. Die Bag-in-Box spart Platz und Glas.
Beispiel aus der Praxis
Praxisbeispiel, angenommener Fall: Eine Kelterei liefert an einen Hofladen 12 Flaschen Apfel und 12 Flaschen Apfel-Birne. Der Betreiber stellt sie neben die Kartoffeln und hängt ein Foto der Streuobstwiese auf. Nach drei Wochen ist alles verkauft, ab dann kommt alle zwei Wochen eine feste Lieferung.